Kollagen ist das Hauptprotein des menschlichen Körpers, daher ist es kein Wunder, dass es sich in vielen Bereichen positiv auf unsere Gesundheit, Fitness und Schönheit auswirkt.

Ein extrem wichtiges Protein, was auch von unserem Körper selbst täglich produziert wird – aber lässt seine natürliche Produktion mit der Zeit leider nach. Glücklicherweise kann man heutzutage aus besseren und professionelleren Nahrungsergänzungsmitteln wählen. In ausländischen Artikeln und Studien haben wir den Fällen und Problemen nachgesehen, bei denen die Wirksamkeit der Kollagenergänzung nachgewiesen wurde…

Natürlich würden wir es sofort feststellen, dass Kollagen kein Medikament ist, es ist kein Arzneimittel, also kann es natürlich die professionelle medizinische Behandlung und Medikamente nicht ersetzen. Es kann jedoch die Wirksamkeit dieser Behandlungen erhöhen und die Verbesserung und die schnellere Regeneration fördern – da Kollagen ein völlig natürliches Protein ist, das aus komplexen essentiellen und nicht-essentiellen Aminosäuren besteht, ist es überall in unserem Körper vorhanden. Es ist im höchsten Anteil im Hautgewebe enthalten, kommt aber in sehr großer Zahl in der Hornhaut, in unseren Blutgefäßen, Muskeln, Sehnen, Knorpel, Knochen, Zähnen und sogar in unserem Darm vor!

So ist es nicht mehr verwunderlich, dass es sich nach ausländischen Artikeln und Studien in folgenden Fällen bewährt hat…


1. Gelenkschmerzen, Arthritis, Rheuma


Eine renommierte Ärztegruppe kam kürzlich zu einer sehr spannenden Erkenntnis:

Ist die Struktur von Kollagen Typ II durch einen „posttranslationalen“ Eingriff modifiziert, stimuliert dieses post-modifiziertes Kollagen stark die entzündeten Gelenke, Antikörper zu produzieren.


Die Studie, die zeigte, dass Kollagen verschiedene degenerative Erkrankungen wie Knorpelverschleiß, Arthritis und eine rheumatische Version verbessern kann, wurde auch in der medizinischen Zeitschrift Medscape veröffentlicht.

Es wurde hervorgehoben, dass es ein kritisches Protein gibt, das Knorpel und Knochen allmählich erodiert (beschädigt, abbaut). Zu diesen „destruktiven Mediatoren“ gehören Zytokine und andere proteinabbauende Enzyme, die zusammenfassend als MMPs (Matrix-Metalloproteinasen) bezeichnet werden. Der Teufelskreis beginnt jedoch dort, wenn diese Entzündungszellen in das Gewebe eindringen, was die Gelenke „auskleidet“, und beginnen, Sauerstoff aus den Zellen aufzunehmen. (Dies wird weitbekannt als oxidativer Stress und im allgemeinen als Altern bezeichnet.)

Kollagen Typ II (das in erster Linie ein wichtiger Bestandteil von Knorpel und Gelenken ist) wurde von Forschern der Universität of London aus mehreren Perspektiven bei Patienten mit Arthritis untersucht, die durch eine chronische Autoimmunerkrankung verursacht ist.

Das Verhalten von Kollagenproteinen in entzündeten Gelenken wurden untersucht, während mit den entzündeten Geweben verbundenen Oxidantien die lebenden Zellen verändert haben.

Für diese Studie wurden Blutproben von älteren (65-93 Jahre alten) Arthritis-Patienten entnommen, die sich in verschiedenen Stadien der Krankheit befanden. 

Als Kontrolle wurden auch Proben von 41 Patienten entnommen, die mit anderen entzündlichen Gelenkerkrankungen lebten, wie z.B. Arthrose und Lupus, Rückenschmerzen, Osteoporose oder Gicht.

Diese Blutproben wurden dann auf verschiedene Weise untersucht:

Zuerst wurde die Verbindung des reinen und natürlichen aus Rinderknorpel gezogenen Kollagens analysiert:nur drei der hier getesteten Proben zeigten in einem Experiment mit der ursprünglichen Struktur von Kollagen Typ II eine Antikörperbindung.  

Dann wurde die Struktur des gleichen Kollagens modifiziert. Der Prozentsatz der Proben mit Antikörperbindung vervierfachte sich jedoch, sobald sie mit dem bereits modifizierten Typ-II-Kollagen getestet wurden!

Das modifizierte Typ-II-Kollagen enthielt bereits die drei in rheumatischen Gelenken vorhandenen Oxidationsmittel (Hydroxylradikal, hypochlorige Säure und Peroxynitrit bzw. Ribose).

Die in der Ausgabe von Arthritis & Rheumatism vom Dezember 2005 veröffentlichten Ergebnisse belegen, dass Kollagen Typ II das Potenzial hat, zum verheerenden Fortschreiten der rheumatoiden Arthritis zu verhindern. 

Quelle: https://www.medscape.com/viewarticle/520127


2. Durchlässiges Darmsyndrom


Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass Kollagenpeptide den gestörten Darmtrakt verbessern können. Was bedeutet das und warum ist es wichtig?

Das „Darmtor“ („Darmbarriere“ oder „Darmschleimhautbarriere“) hat eine Fläche von ca. 400 m2 und verbraucht ca. 40% unserer Körperenergie.


Es hilft bei der Verarbeitung und dem Transport von Nährstoffen, Wasser und Elektrolyten und verhindert gleichzeitig, dass schädliche Mikroorganismen in den Körper gelangen zu können.

Wenn diese Barriere jedoch beschädigt wird, können wir mit verschiedenen Darmproblemen wie entzündliche Darmerkrankungen, Zöliakie, Durchfall oder durchlässiges Darmsyndrom konfrontiert werden.

Undichter Darm (auch bekannt als „durchlässiger Darm“ oder „löchriger Darm“) ist eine komplexe Erkrankung, und in medizinischen Kreisen war es lange nicht klar, ob diese Krankheit heilbar ist.

Wenn jemand „durchlässig“ ist, hat er Löcher und Lücken in der Darmwand, durch die Giftstoffe und Bakterien in den Blutkreislauf gelangen können. (Im Idealfall sind unsere Darmwände stark genug, um nicht nur Nährstoffe während der Verdauung aufzunehmen, sondern auch das Eindringen von Giftstoffen aus den Nährstoffen in unser Blut zu verhindern. Bei einem undichten oder durchlässigen Darm sind diese Löcher sind viel größer als sonst und setzen sie die Giftstoffe frei.)

Deshalb können später die unterschiedlichsten Symptomen auftreten – von häufigem Durchfall, Blähungen bis zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien – aber auch das starke Verlangen nach Zucker, häufige Stimmungsschwankungen, Hautausschlägen, Akne oder Nebennierenerkrankung kann man hier erwähnen. 

Bakterien vermehren sich im Dünndarm, was häufige, starke Migräne, durchlässiges Darmsyndrom, Hirnnebel, chronische Müdigkeit, aber auch Arthritis, Lupus und andere schweren Autoimmunerkrankungen verursachen können.     

Gott sei Dank in den letzten Jahren wurde die Ernährung und die Immunität in den Fokus gestellt, wenn es um Darmgesundheit geht.  

Neben der Förderung gesunder Gelenke, der Reduzierung von Alterserscheinungen, der Verbesserung der Lymphfunktion und hinüber den geschwürigen, wundigen Entzündungen untersuchen medizinische Studien die positiven Wirkungen von Kollagen weiter und suchen unter anderem nach dem Zusammenhang zwischen Kollagen und dem durchlässigen Darmsyndrom.

Leider sind die genauen Ursachen der schlechten Darmpermeabilität noch immer nicht geklärt, aber es ist sicher, dass der einzige bekannte Regulator der Darmpermeabilität ein Protein namens Zonulin ist. Und wenn dieses Protein bei genetisch empfindlichen Personen aktiviert wird, kann dies zu Darmlecks führen.

Die Produktion von Zonulin kann auch durch Bakterien im Darm und Gluten ausgelöst werden. Das ist natürlich viel komplizierter, da wir natürlich alle unterschiedlich darauf reagieren. Und während die Zonulinproduktion für das durchlässige Darmsyndrom von entscheidender Bedeutung ist, gibt es viele andere Dinge, die bei der Schwächung der Darmwand eine Rolle spielen können (z. B. übermäßiger Alkoholkonsum, hohe Zuckeraufnahme, chronischer Stress, Nährstoffmangel, übermäßiges Hefewachstum und Candida bzw. die langzeitige Anwendung von entzündungshemmenden Medikamenten (Ibuprofen).

Also es ist sicher: der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg zur Behandlung der Symptome eines undichten Darms ist die gesunde Ernährung und die Behandlung von Stress. Der zweite Schritt könnte die Einführung von Nahrungsergänzungsmitteln wie verschiedenen Probiotika und Kollagen sein.

Das Kollagen „schließt“  diese Barriere enger  und damit hilft es bei der Vorbeugung und Verhinderung von Sympthomen des durchlässigen Darmsyndroms.

Die Hauptvorteile von Kollagen-Nahrungsergänzungsmitteln sind ihr hoher und komplexer Proteingehalt und die Stimulierung unseres körpereigenen Aminosäurenvorrats – weshalb sie im Sport- und Beautybereich so beliebt sind.

Einige Aminosäuren (die auch wichtige Bestandteile von Kollagen sind) - Glycin und Prolin - können die Gewebe des Körpers stärken und wieder aufbauen. Nicht umsonst werden sie auch im medizinischen Bereich, zur postoperativen Behandlung und Regeneration eingesetzt.

Ein Bestandteil des Kollagenproteins namens Glycin ist ein wichtiges Antioxidans, das die Produktion neuer glatter Muskelzellen steigern kann, die danach beginnen, die Magen- und Darmschleimhaut zu regenerieren. Und die neuen, gesunden glatten Muskelzellen können das Eindringen von Giftstoffen in den Blutkreislauf verhindern.

Und sobald es unserem Körper gelungen ist, die größeren Darmschäden zu heilen, erleichtert es auch die Behandlung des durchlässigen Darmsyndroms. 

Quelle: https://protgold.com/blogs/news/collagen-leaky-gut-syndrome

Kollagen ist also ein äußerst vielseitiges Protein, das in unserem Körper wirklich allgegenwärtig ist und hilft unser Gewebe wiederherstellen, aufbauen, heilen und regenerieren. Es lohnt sich jedoch, sich um seinen Ersatz selbst zu kümmern, da die natürliche Kollagenproduktion unseres Körpers mit der Zeit drastisch abnimmt.